
- Seit dem 16. Februar 2026 ist die Produktion im norwegischen Ormen Lange eingeschränkt und die Förderung wurde um rund 11,9 Kublikmeter Gas pro Tag gedrosselt (Gesamtkapazität 26 Mio). Zunächst wegen eines Kompressorausfalls, danach für Korrekturarbeiten an der Unterwasseranlage. Die Dauer hängt von den Wetterbedingungen ab, der aktuellen Prognose nach bleibt der Ausfall bis zum 16. März 2026 bestehen.
- Die europaweiten Gasspeicher sind nahezu leer: EU 29,76%, Belgien 25,48%, Frankreich 21,65%, Deutschland 20,83%, Litauen 19,77%, Niederlande 10,31%, Schweden 14,58%, Ukraine 15,92%. Nur in Spanien, Italien und Portugal sind die Füllstände noch gut gefüllt im grünen Bereich.
- Der aktuelle Konflikt mit dem Iran hat bereits die Schließung der Straße von Hormuz zur Folge. In Saudi Arabien das kritische Rohöl-Exportterminal, die Ras Tanura Raffinierie, vorübergehend heruntergefahren. Qatar hat die LNG Produktionsanlagen vorübergehend vollständig gestoppt, nachdem Anlagen in Ras Laffan und Mesaieed getroffen wurden. Dies trifft zwar in erster Linie China, aber eben auch Deutschland, dass beginnend in 2026 LNG Gas aus Qatar importieren wollte. Allerdings gibt es bislang keine Verträge für dauerhafte LNG-Lieferungen und die vereinbaret jährliche Menge von 2 Millionen Tonnen entspricht ca 3% des bisherigen Verbrauchs in Deutschland. Erhoffte Liefersteigerungen beruhten auf dem North-Field-Ausbau – dessen Zeitplan durch den Iran Konflikt nun bedroht ist.
- Wenn Russlands Gaslieferungen nun früher als erwartet vollständig eingestellt werden, erhöht das den Druck auf die EU.
- Die EU – aber vor allem Deutschland – wird zeitnah massiv abhängig von LNG-Lieferungen aus den USA sein (2025 waren es 95%). Ohne Gaskraftwerke, wird Deutschlands sogenannte Energiewende scheitern. Denn die vielen volatilen Stromerzeuger benötigen einen Backup-Kraftwerkspark. Will man weder Atomkraft noch Kohle, bleibt nur Gas. 71 Gaskraftwerke (35.5 GW) müssen gebaut werden. Und die brauchen…? Richtig: Gas!
Quelle: Focus


