IPCC streicht Klima-Katastrophenszenario

Der IPCC streicht sein schärfstes Erwärmungsszenario (SSP8.5, 4–6°C bis 2100) aus dem nächsten Bericht. Das neue obere Limit liegt bei etwa 3,5°C. Gleichzeitig fällt auch das optimistische 1,5°C-Szenario weg — der IPCC behandelt diese Grenze nicht mehr als realistische Zielmarke. Das alte Extremszenario war vor 15 Jahren als obere Randmarke gedacht — eine Welt, die fast alles falsch macht. Im politischen und medialen Betrieb wurde es zur Standardformel für „was passiert, wenn wir nichts tun“.

Emissionsforscher Detlef van Vuuren, Mitverfasser der neuen Szenarien, räumt ein, das 8.5-Szenario sei „schon immer extrem hoch“ gewesen. Der reale Verlauf passe nicht mehr zur alten Drohgrafik. Viele Klimaklagen, Behördenprognosen und Medienberichte der letzten Jahre stützten sich auf genau dieses Katastrophenszenario. Van Vuuren sagt offen, dass viele Prognosen nun überarbeitet werden müssen.

Quelle: Tichys Einblick