Windindustrie: 25% weniger Pachteinnahmen

  • Die paradiesischen Pachteinnahmen für Windindustrieanlagen sinken. Früher konnten Landeigentümer bis zu 40% der Gesamteinnahmen einstreichen.
  • Die Konkurrenz am Subventionstopf ist stark gestiegen, dadurch sind die Zuschläge um 25% und mehr auf ca 6 ct/kWh gesunken. Der Negativtrend scheint sich fortsetzen, ohne oder mit geringerer Subventionierung werden viele Projekte unwirtschaftlich.
  • Die Banken sehen die Risiken und haen sie in ihre Berechnungen bereits aufgenommen: Finanzierungszinsen sind von 1,1 – 1,4% auf 4% gestiegen. Bislang mußten Projektierer kaum Eigenkapital einbringen, stattdessen wurden die Industrieanlagen gerne zu 80- 100% kreditfinanziert und über (Landes-)Bürgschaften abgesichert.
  • Das Risiko liegt damit voll beim Steuerzahler. Dieser zahlt für die volatile Stromerzeugung
    • Strom, der nicht geliefert wird – bei Stillstand der Anlagen aufgrund von Flaute, Abregelung oder Wartung (Eine durchschnittliche Anlage hat im Jahr keine 10% Volllaststundenbetrieb)
    • Strom, der zuviel ist – dieser muß ins Ausland entsorgt werden und wenn er dort auch nicht gebraucht wird, muß er bspw m.H. von Wasskraftanlagen sinnlos verbraucht werden. Was sich der Abnehmer teuer bezahlen läßt.
    • die Backup-Kraftwerke, die vorgehalten werden müssen für Flaute-Zeiten. Also eine zweite Kraftwerksinfrastruktur
    • die Redispatch-Maßnahmen, denn die Volatilität muß ständig ausgeglichen werden
    • die Bürgschaften. Die Banken und Gesellschafter greifen die Überschüsse der EEG-Subventionen ab ohne das Risiko zu tragen.
    • die Steuern, die diesen EEG-Umverteilungsspiel finanzieren.
    • den Rückbau, wenn aufgrund sinkender EEG-Einnahmen der Schuldendienst für die Finanzierung nicht erbracht werden kann und die Betreibergesellschaft (meist GmbH) pleite geht. Betreiber und Projektierer wie bspw. Abo Energy rutschen gerade in die Insolvenz, da auch genehmigte Projekte derzeit einen Wertverfall erleben und damit den Unternehmenswert reduzieren.

Quelle: TopAgrar