Gegenwind: Prof. Dr. Andreas Schulte

Professor Dr. Andreas Schulte ist Professor für Klimakunde, Waldökologie und Forstwirtschaft mit über 25 Jahren Berufserfahrung. In seiner Videoserie präsentiert er sachlich, daten- und faktenbasiert seine Kritikpunkte am Ausbau der Windkraft in deutschen Wäldern.

Teil 1: Windkraft im Wald – Einleitung

  • Deutschland hat knapp 30.000 Windräder (Mitte 2025), weitere sind nicht nötig
  • Der Netzausbau hinkt 7 Jahre und 6.000 km hinter der Planung
  • Bei Wind-Überangebot muss Deutschland teuren „negativen Strompreis“ zahlen
  • Bei Dunkelflauten wird teurer Atom- und Kohlestrom importiert
  • Strompreise erreichen Rekordniveau trotz erneuerbarer Energien
  • Massive Waldzerstörung durch Straßenbau und Anlagenbau
  • Umweltschäden in Entwicklungsländern (Rohstoffabbau, „Ökoimperialismus“)
  • Gefährdung geschützter Vogelarten, Fledermäuse und Insekten
  • Bodenzerstörung durch giftige Stoffe und „Ewigkeitschemikalien“
  • Negative Klimaeffekte durch Temperaturerhöhung und Windveränderung
  • Kosten bis 2045: bis zu 13,3 Billionen Euro
  • Extrem hohe, risikolose Renditen für Windpark-Betreiber durch Subventionen
  • „Größte Umverteilung von Geld seit Bestehen Deutschlands“
  • Garantierte Einspeisevergütung (mind. 7,35 Cent/kWh), Differenz zahlt Steuerzahler

Teil 2: Entwaldung

  • Ca. 2.530 Windräder im Wald (Ende 2024) mit 7,4 GW Leistung
  • Maximale CO2-Vermeidung: ~12,7 Millionen Tonnen/Jahr
  • Dies entspricht dem CO2-Ausstoß Chinas in 7 Stunden
  • Fazit: Kein messbarer Effekt auf globales Klima
Doppelstandards bei EU-Entwaldungsverordnung:
  • EU-Verordnung seit 2023: Verbot von Produkten von gerodeten Waldflächen
  • Betrifft Kaffee, Kakao, Holz, Gewürze etc. – auch kleinste Betriebe
  • Aber: Windkraft im Wald ist davon ausgenommen
  • Kahlschläge ab 0,3-2 Hektar sind in Deutschland genehmigungspflichtig
  • Windparks mit 20+ Hektar Rodung greifen nicht unter diese Regelung
Verharmlosende Begrifflichkeiten:
  • Statt „Entwaldung/Rodung“ wird „temporäre Waldnutzung“ verwendet
  • Von Baumwuchs freihalten“ statt „entwaldete Fläche
  • „Dauerhafte vs. temporäre Nutzung“ verschleiert reale Zerstörung
Falsche Flächenangaben:
  • Offizielle Angabe: 0,46-0,51 Hektar pro Windrad
  • Quelle: Umfrage der Fachagentur Wind/Solar unter Windparkbetreibern selbst („Die Frösche wurden gefragt, wie groß ihr Teich sei“)
  • Realität: Oft 2,5+ Hektar pro Anlage
  • Beispiel Wolftal (Schwarzwald): 2,5 Hektar/Anlage statt 0,5 Hektar
  • Beispiel Reinhardswald: 18 Anlagen, über 20 Hektar + 14 km neue Straßen
Nicht berücksichtigte Faktoren:
  • Asphaltierte Straßen (teilweise ohne Genehmigung)
  • Meterhohe Böschungen
  • Tiefgreifende irreversible Bodenverdichtung
  • Beeinträchtigung des Wasserhaushalts
  • 3D-Raum über Kronen (2.000+ m² Rotorfläche pro Anlage)
  • Nur Fundamente bis 3m Tiefe werden entfernt, Rest bleibt im Boden
Widerlegte Behauptungen:
  • Narrativ: „Nur auf Borkenkäfer-/Sturmflächen“
  • Realität: Zahlreiche Fotos zeigen Abholzung gesunder Laubmischwälder
  • Auch junge Sukzessionsflächen sind wertvoll (selbst laut NABU Niedersachsen)
  • 90% auf „abgestorbenen Fichtenflächen“ (NABU Hessen) – widerlegt durch Bildmaterial
Ausgleichsmaßnahmen:
  • Gesetzlich: 1:1 Wiederaufforstung vorgeschrieben
  • Praxis: Oft nur „Walderhaltungsabgabe“ (Ersatzgeld)
  • Beispiel Reinhardswald: Nur 2,56 Hektar Ausgleich für 14 Hektar Entwaldung
  • Ersatzzahlung: Lächerliche 237.000 € bei dreistelliger Millionen-Investition
  • Land Hessen: Gleichzeitig Eigentümer, Genehmiger, Aufseher und Geldempfänger
Kritik an Institutionen:

Hessischer Rundfunk (30.10.2025):

  • Bezeichnete Windkraft-Gegner als „Allianz aus vorgeblichen Naturschützern, Kommunalpolitikern, Querdenkern und Rechtsextremen“
  • Dies muß man als Propaganda werten!

Naturschutzverbände:

  • Hohe Zahlungen vom Bund/Ländern (zweistellige Millionenbeträge)
  • Vorwurf: Entwicklung zu „Klakeuren“ (bezahlte Applaudierer) der Windkraftindustrie
  • Zahlreiche Austritte prominenter Mitglieder (z.B. Enoch zu Gutenberg 2012, Harry Neumann)

Fachagentur Wind/Solar:

Methodisch fragwürdige Datenerhebung

Vorstandsvorsitzender: Ex-Leiter der Deutschen Umwelthilfe

Mitglieder: Bundesverband Windenergie, Ministerien, Naturschutzring

Teil 3: Kontamination und Recycling

1. Mineralöle und Schmiermittel
  • 500-1.000+ Liter giftiges Mineralöl pro Windrad
  • Bei ~3.000 Anlagen im Wald: 1,5-3 Millionen Liter Mineralöl insgesamt
  • Entspricht 5.000-15.000 Fässern Gift in deutschen Wäldern
  • Öle werden alle 1-3 Jahre gewechselt
  • 1 Liter Mineralöl kann 1 Million Liter Grundwasser verseuchen
  • 2,1 Millionen Hektar Wald sind Trinkwasserschutzgebiete
  • Über 98% des im Wald gewonnenen Wassers hat Trinkwasserqualität
  • Forstwirtschaft muss biologisch abbaubares Kettensägenöl verwenden, das ist gesetzlich vorgeschrieben
  • Für Windräder gilt diese Vorschrift nicht
  • Hochgiftige Mineralöle sind in Windrädern erlaubt
  • Keine belastbare Literatur zu Ölverlusten
2. Brände von Windkraftanlagen
  • Offizielle Schätzung: 5-10 Brände pro Jahr, der Bundesverband Windenergie erhebt keinen „Anspruch auf Vollständigkeit“
  • Keine offiziellen Statistiken vorhanden
  • Feuerwehr kann in 100m Höhe nicht löschen – nur „kontrolliert abbrennen lassen“
  • Bis zu 1.000 Liter Mineralöle können sich über hunderte Meter verteilen
  • Brennende Materialien: PVC, PET, Hydrauliköle, Getriebeöle, Kühlflüssigkeiten
  • Verteilung durch noch drehende Rotorblätter im Umkreis von mehreren hundert Metern
  • NABU warnt vor Waldbrandgefahr durch Windkraftanlagen
  • Problem ist von Behörden „völlig unzureichend berücksichtigt“
3. Erosion und Ewigkeitschemikalien (PFAS)
  • Studie Juni 2025: 228 Chemikalien von Windparks emittiert, darunter PFAS
  • PFAS = Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen („Ewigkeitschemikalien“)
  • Extrem langlebig, reichern sich in Umwelt und menschlichem Körper an
  • Gesundheitsschäden:
    • Leberschäden
    • Erhöhtes Krebsrisiko
    • Geschwächtes Immunsystem
    • Reproduktionstoxische Eigenschaften
  • Bundesverband Windenergie: ~80.000 kg Materialabtrieb/Jahr bei allen Onshore-Anlagen
  • Rechtsanwalt Thomas Mock: 50-150 kg Mikrofasern pro Windrad/Jahr
  • Bisphenol A: 1 kg reicht aus, um 10 Milliarden Liter Wasser zu verseuchen
  • Keine systematischen Langzeituntersuchungen zu erodierten Chemikalien
  • Nicht untersucht für deutsche Wälder
  • Verharmlosende Vergleiche (z.B. mit Schuhsohlenabrieb)

Fachliche Stellungnahme:

  • Fachsektion Hydrogeologie (Deutsche Geologische Gesellschaft, Juni 2025):
    • „Mit großer Sorge“ Windenergieanlagen in Wasserschutzgebieten
    • „Weder nachvollziehbar noch tragbar“
    • „Erhebliche Gefährdung der Trinkwasserversorgung“
4. Rückbau und „Recycling“
  • Baugesetzbuch §35: Theoretisch Rückbauverpflichtung
  • Aber: Keine bundesweit verbindlichen Regelungen
  • Unterschiedliche Landesregelungen
  • Fundamente oft nur bis 1-3m Tiefe entfernt
  • Flachgründungen: 2-5m Tiefe, Pfahlgründungen: bis zu 25m Tiefe
  • Bodenmischsäulen: 6-12m Länge
  • Grob 500-1.500 m³ Beton + 100-300 Tonnen Baustahl pro Windrad
  • NDR 2018: Bei 200 abgebauten Windrädern in Dithmarschen blieben „weite Teile der Fundamente im Boden“
  • „1m unter Geländeoberkante war Schluss, der Rest blieb im Boden“
  • Seither bundesweit „richtig nichts“ geändert
  • Bei Insolvenz des Betreibers: Grundstückseigentümer zahlt
  • Bei Landes-/Kommunalwald: Steuerzahler zahlt
  • Beispiel Vulkaneifel: Kreis zahlt ~300.000€ für Rückbau
  • Brandenburg: 2 Windräder stehen unter Denkmalschutz – kein Rückbau
5. Rotorblätter-Entsorgung
  • Verbundwerkstoffe: Glas-/Carbonfaser, Epoxidharz, Balsaholz, Metalle, PVC, PET-Schaum
  • „Extrem fest zusammengepresst und aufs Engste verbunden“
  • Mittelfristig 50.000 Tonnen Abfall jährlich erwartet
  • Großteil landet in Zementanlagen – wird verbrannt („thermisch verwertet“)
  • Vattenfall selbst: „Ein Recycling ist das nicht“
  • Echtes Recycling: nicht vorhanden!
  • „Nichts verbrennt dreckiger und klimaschädlicher als Rotorblätter von Windkraftanlagen“
  • Bei PVC, PET, Epoxidharz-Verbrennung entstehen:
    • Gefährliche Dämpfe und Gase
    • Aldehyde, Bisphenol A
    • Krebserzeugendes Epichlorhydrin
    • Stickoxide, Feinstaub, Ammoniak, Schwermetalle
  • Für Privatpersonen ist diese Verbrennung verboten (hochgiftig)
  • Illegal: Nicht genehmigte Deponie mit giftigem Windpark-Abfall in Tschechien (Januar 2025)
  • Legal: Tausende Tonnen „verschwinden“ im „Nirvana“ bei Nachbarn oder „Ökokolonien“
  • Keine genauen Daten recherchierbar
  • Entsorgungswirtschaftsverband Deutschland (BDE): „Deutschland stellt seit Jahrzehnten Windanlagen auf die Felder, die nicht vernünftig verwertbar sind“
Beispiel: Reinhardswald

Auch durch Naturwaldfläche und Trinkwasserschutzgebiet

RegierungspräsidiumKassel erteilte am 28. Oktober 2025 nachträglich Genehmigung für rechtswidrige Asphaltierung

Durchgeführt im September 2025 ohne Genehmigung

Kilometerlange Asphaltierung mitten im alten Laubmischwald