
Die evm wirbt für ihre Bürgerbeteiligung am Solarpark Görgeshausen mit dem Versprechen, dass die Energiewende „vor Ort“ gestaltet werden soll und die Menschen „finanziell teilhaben“ können. Investitionen sind ab 500 bis 10.000 Euro möglich, die Verzinsung beträgt 2,85% pro Jahr, bei einer Laufzeit von zehn Jahren. Für evm-Kunden steigt der Zins zwar auf 3,35 % – aber selbst das liegt unterhalb der aktuellen Inflationsrate und deutlich unter dem, was Bundesanleihen derzeit abwerfen.
Entscheidend ist die Konstruktion: Insgesamt sollen rund 406.000 Euro über ein Nachrangdarlehen eingeworben werden. Nachrangdarlehen bedeutet: Im Insolvenzfall werden Bürgerinvestoren als letzte bedient, nach Banken und allen anderen Gläubigern – Totalverlust inklusive.
Auch ein Totalverlust ist „finanzielle Teilhabe“.
Das Modell hat Methode: Lokale Akzeptanz wird mit einem Niedrigzinsprodukt erkauft, das als Gemeinschaftsprojekt vermarktet wird. Wer sein Geld für zehn Jahre festlegen, dabei Risiken tragen und trotzdem kaum mehr als auf einem Tagesgeldkonto verdienen möchte – und das als Beitrag zur Energiewende versteht – kann gerne zeichnen. Soll sich aber hinterher nicht beklagen.

Quelle: Rheinzeitung, EVM Pressemeldung, Beteiligung EVM
Zuviel PV-Strom im Netz
Am Sonntag, 26. April 2026 kostete es ca 132 Mio Euro, den überflüssigen (PV-)Strom ans Ausland irgendwie loszuwerden. In Bayern wurden über 23 000 PV-Anlagen abgeschaltet, um den Brownout zu verhindern.
Am 1. Mai 2026 wurde schließlich die Grenze von -500€ pro MWh nach erreicht. PV-Anlagen Besitzer wurden gar dazu aufgefordert, ihre Anlagen abzuschalten.
Nur besonders Dämliche lassen sich diese Bürgerbeteiligung als gutes Geschäft verkaufen!

