Im Oktober 2025 kam es in Havixbeck zum Absturz einer Windturbinengondel inklusive Rotorblätter, obwohl die Anlage erst 2 Jahre alt war. Nun steht die Ursache fest: Es gab offenbar Qualitätsprobleme bei Bauteilen und Fehler beim Zusammenbau. Ein bedauerlicher Einzelfall. Allerdings hatte derselbe Nordex Typ N149 im September 2021 in Haltern schon einmal Probleme: Damals war der Beton-Stahl-Hybridturm in sich zusammengefallen noch bevor die Anlage eingeweiht war. Die Trümmerteile lagen überall im Wald verteilt, über den Verbleib von 650 Litern Öl aus dem Getriebe wurde nichts bekannt. Daraufhin wurden alle baugleichen N149 Anlagen vorübergehend stillgelegt – 22 projektierte und 18 bereits gebaute – bis die Schadenursache feststand. Sämtliche 17 Turbinen, die auf baugleichen Türmen standen, wurden zum Abriss freigegeben. In Jüchen, wo man an einer baugleichen Anlage Scäden am Turm entdeckt hatte, musste RWE darauf warten, seine sechs bereits errichteten Turbinen des Typs N149, die noch gar nicht in Betrieb gegangen waren, abzureißen bzw zu sprengen.
Die Folgen:
- Bislang stockten die Bergungsarbeiten, die 200 Tonnen schwere Gondel lag am Unfallort, weshalb sich Bodengutachter kein konkretes Bild über das Ausmaß der Ölverschmutzung machen konnten
- Die tonnenschweren Teile müssen nun mit Spezialkränen demontiert werden
- Ein Teil des Bodens mußte zum Schutz des Grundwassers ausgebaggert (und auf einer Sondermülldeponie) entsorgt werden. Die Menge des im Erdreich versickerten Öls ist nicht bekannt.
- Der grüne Bürgermeister der zuständigen Gemeinde ist verägert über Social Media Posts, die sich über den entstandenen Umweltschaden entsetzen und den (welt-)klimarettenden Nutzen der Windindustrie angesichts der Havarie doch tatsächlich anzweifeln.
